Quelques pas sur mon chemin, avec vous...

.

.
.

lundi 30 avril 2007

Le message des Anges...

Il était une fois des anges qui avaient le désir d'être des hommes...et nous, l'avons nous encore, ce merveilleux désir ?

Als das Kind Kind war,
ging es mit hängenden Armen,
wollte der Bach sei ein Fluß,
der Fluß sei ein Strom,
und diese Pfütze das Meer.

Als das Kind Kind war,
wußte es nicht, daß es Kind war,
alles war ihm beseelt,
und alle Seelen waren eins.

Als das Kind Kind war,
hatte es von nichts eine Meinung,
hatte keine Gewohnheit,
saß oft im Schneidersitz,
lief aus dem Stand,
hatte einen Wirbel im Haar
und machte kein Gesicht beim fotografieren.

Als das Kind Kind war,
war es die Zeit der folgenden Fragen:
Warum bin ich ich und warum nicht du?
Warum bin ich hier und warum nicht dort?
Wann begann die Zeit und wo endet der Raum?
Ist das Leben unter der Sonne nicht bloß ein Traum?
Ist was ich sehe und höre und rieche
nicht bloß der Schein einer Welt vor der Welt?
Gibt es tatsächlich das Böse und Leute,
die wirklich die Bösen sind?
Wie kann es sein, daß ich, der ich bin,
bevor ich wurde, nicht war,
und daß einmal ich, der ich bin,
nicht mehr der ich bin, sein werde?

Als das Kind Kind war,
würgte es am Spinat, an den Erbsen, am Milchreis,
und am gedünsteten Blumenkohl.
und ißt jetzt das alles und nicht nur zur Not.

Als das Kind Kind war,
erwachte es einmal in einem fremden Bett
und jetzt immer wieder,
erschienen ihm viele Menschen schön
und jetzt nur noch im Glücksfall,
stellte es sich klar ein Paradies vor
und kann es jetzt höchstens ahnen,
konnte es sich Nichts nicht denken
und schaudert heute davor.

Als das Kind Kind war,
spielte es mit Begeisterung
und jetzt, so ganz bei der Sache wie damals, nur noch,
wenn diese Sache seine Arbeit ist.

Als das Kind Kind war,
genügten ihm als Nahrung Apfel, Brot,
und so ist es immer noch.

Als das Kind Kind war,
fielen ihm die Beeren wie nur Beeren in die Hand
und jetzt immer noch,
machten ihm die frischen Walnüsse eine rauhe Zunge
und jetzt immer noch,
hatte es auf jedem Berg
die Sehnsucht nach dem immer höheren Berg,
und in jeden Stadt
die Sehnsucht nach der noch größeren Stadt,
und das ist immer noch so,
griff im Wipfel eines Baums nach dem Kirschen in einem Hochgefühl
wie auch heute noch,
eine Scheu vor jedem Fremden
und hat sie immer noch,
wartete es auf den ersten Schnee,
und wartet so immer noch.

Als das Kind Kind war,
warf es einen Stock als Lanze gegen den Baum,
und sie zittert da heute noch.

Peter Handke,
Lied vom Kindsein


"Lorsque l'enfant était enfant, il marchait les bras ballants,
voulait que le ruisseau soit rivière et la rivière fleuve,
que cette flaque soit la mer...
Lorsque l'enfant était enfant, il ne savait pas qu'il était enfant,
tout pour lui avait une âme et toutes les âmes étaient une...
Lorsque l'enfant était enfant, il n'avait d'opinion sur rien, il n'avait pas d'habitudes,
il s'asseyait en tailleur, démarrait en courant, avait une mèche rebelle
et ne faisait pas de mines quand on le photographiait...
Lorsque l'enfant était enfant, ce fut le temps des questions suivantes:
pourquoi suis-je moi, et pourquoi pas toi ?
Pourquoi suis-je ici et pourquoi pas là ?
Quand commence le temps et où finit l'espace ?
La vie sous le soleil n'est-elle pas un rêve ?
Ce que je vois, entend, sens, n'est-ce pas simplement l'apparence d'un monde
devant le monde ?
Le mal existe-t-il vraiment et des gens qui sont vraiment mauvais ?
comment se fait-il que moi, qui suis moi,
avant de devenir, je n'étais pas, et qu'un jour moi, qui suis moi,
je ne serai plus ce moi que je suis ? (...)"


2 commentaires:

Stéphane a dit…

Merci pour cette "contagion" Marion!

Marion M. a dit…

SOS Maman ! j'ai besoin d'aide pour traduire la fin du poème !...